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Kommt Bürgerbeteiligung bei der Bugaentscheidung?

Das Hochwasser hat alle Stadtratspläne durcheinandergewirbelt: In der Septembersitzung, in der eigentlich über die Bundesgartenschau 2031 abschließend entschieden werden sollte, stehen jetzt natürlich die Auswirkungen und Konsequenzen des Starkregens für Beyenburg, Barmen, Elberfeld und die Kohlfurth im Mittelpunkt. In diesem Katastrophenszenarium über das Bundesgartenschaufest 2031 zu entscheiden, würde wirklich nicht passen.

So hat die Bundesgartenschauverwaltung in Bonn zugestimmt, dass erst in der Sitzung des Stadtrates am 16. Nov. 2021 dieses sehr strittige Thema auf der Tagesordnung steht. Allerdings ist das auch die letzte Chance für Wuppertal, da sonst wegen ausreichender Vorbereitungszeit mit anderen Bewerbern verhandelt werden müsse.

Zwei Monate mehr Bedenkzeit! So wird jetzt in der Stadtspitze überlegt, diese Zeit auch dazu zu nutzen, "eine breite Rückmelderunde aus der Wuppertaler Stadtgesellschaft zu ermöglichen." Mit der Stabsstelle Bürgerbeteiligung wird das gerade vorbereitet.

Das ist ein neuer und sehr erfreulicher Aspekt in der Wuppertaler Stadtgeschichte: Die Bürger werden kurz vor einer Entscheidung bewusst gebeten, ihre Ansichten und Einstellungen zu einem Projekt zu äussern. Konnte man bisher nur versuchen, durch Leserbriefe seine Meinung kundzutun, so soll jetzt jedermann die Gelegenheit gegeben werden, sich einzubringen. Ich bin einmal sehr gespannt, wie das gehen wird. Praktikable Möglichkeiten dazu gibt es per Internet sicherlich einige.

Aber vorher muss irgendwann die neue Machbarkeitsstudie des Bonner Planungsbüros Lenzen veröffentlicht werden. Dann wird die spannende Frage gelöst sein, wie und auf welchen Flächen die Bundesgartenschau stattfinden könnte. Vermutet wird, dass sich weiterhin alles auf den östlichen Teil Vohwinkels konzentrieren wird. Ebenso soll die Hängeseilbrücke weiterhin zwischen Königshöhe und Kaiserhöhe gebaut werden. Eine dazu nötige Seilbahn vom Zooparkplatz bis zur Kaiserhöhe müsste dann allerdings mit langjährigen Leasingkosten eingeplant werden.

Aber vorab stellt sich nach der Hochwasserkatastrophe mit den riesigen Schäden bei vielen Bürgern und an städtischem Eigentum vor allem die Finanzierungsfrage. Notwendig werden sicher baldige millionenteure Investitionen in der Stadtinfrastruktur sein, um bei zukünftigen Starkregenereignissen besser geschützt zu sein. Wenn dann, wie der Oberbürgermeister an die Parteien geschrieben hat, die Bundesgartenschau zur "Circular-Buga" neu augerichtet werden werden soll, ist das zwar hochaktuell, aber Ergebnisse aus solchen Überlegungen müssen weit vor 2031 in die Realität umgesetzt werden. Zehn Jahre Warten lässt der Klimawandel nicht mehr zu. Alle drei Jahre eine Wuppertaler Circular-Messe könnte eine aktuelle Alternative zur Buga sein.

Es bleibt spannend, was die nächsten Wochen bringen werden.

 

(Kommentar veröffentlicht in WTOTAL am 29.Juli 2021)

 

 

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