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Das Verkehrschaos der BuGa 2031

 

Die Presse überschlägt sich im Moment mit dem Abdruck von lobenden Artikeln über die tollen Auswirkungen einer Bundesgartenschau 2031 auf den Ruf und das Image Wuppertals.

Ja, eine BuGa kann sehr toll sein. Ich habe vergangenen Montag die Buga 2021 in Erfurt besucht und war auch wegen der beiden Führungen sehr begeistert. Ein gelungener Tag mit vielen interessanten Eindrücken.

Und das gute Erlebnis begann schon vor den Toren der BuGa. Mit einer alle zehn Minuten verkehrenden Straßenbahn mit eigenem Gleiskörper konnte man bequem vom Messeparkplatz zum Haupteingang "ega" der Buga fahren, dann weiter zum Nebeneingang und zur Stadtmitte mit dem Domplatz, an den sich das zweite BuGa-Areal "Zitadelle Petersberg" anschloß. Weiter fährt diese Strassenbahn zum Hauptbahnhof. Erfurt ist eine Messestadt mit sehr langer Tradition und deshalb auf große Messen und Veranstaltungen verkehrstechnisch hervorragend eingerichtet.

Und hier liegt der fundamentale Unterschied zu Wuppertal. Eine BuGa mag noch so toll sein, wenn täglich tausende Gäste vor dem BuGa-Eintritt eine halbe Stunde im Bus über die völlig überlastete Kaiserstraße bis zum Vohwinkler Bahnhof geschlichen sind, dann liegen deren Nerven blank und der verständliche Ärger über die gestohlene Zeit für die Ausstellungsbesichtigung hat sich via Twitter und Telefon schon bundesweit verbreitet. Auch der Zooparkplatz ist völlig überlastet, wenn von drei Seiten gleichzeitig zig Busse ihn ansteuern wollen, aber quälend lange Zeit im Stau ab Sonnborner Kreuz gefangen sind. Aus Richtung Varresbeck können Busse schlecht in das überlastete Zooviertel einbiegen. Einige Busse hintereinander auf der Abbiegespur blockieren die Geradeausfahrt und verursachen einen Rückstau bis Elberfeld. Und das ein halbes Jahr lang jeden Morgen und jeden Abend.

Autofahrer müssen von den entfernten Parkplätze einen Shuttlebus benutzen und erleben deshalb auch den gleichen ärgerlichen Zeitverlust. Wie soll derjenige, der schon vor dem Eintritt auf das BuGa-Gelände voll Ärger ist, hinterher einen guten Eindruck von Wuppertal mitnehmen? Zumal beim Wechsel vom Kernareal Tesche zum Zoo und zur Seilbahnbrücke wegen einer überlasteten Schwebebahn ebenfalls lange Wartezeiten drohen. An einen Schwebebahnausfall darf man garnicht denken. Und am Ende des Tages steht wieder die Schleichfahrt Richtung Autobahn bevor.

Verkehrstechnisch ist der Westen Wuppertals eine Katastrophe und völlig ungeeignet für eine Großveranstaltung wie die BuGa. Statt einer Imageverbesserung Wuppertals droht der bislang gute Ruf ruiniert zu werden: Nie wieder Wuppertal!

Und was werden die Vohwinkler, Hammersteiner und Sonnborner sagen, wenn sie realisieren, dass 2031 170 Tage lang ganztägig Verkehrschaos im Wuppertaler Westen droht? Echte Freude als Gastgeber für BuGa-Gäste würde sicher anders aussehen.

Wuppertal ist keine Messestadt mit passender Infrastruktur und sollte sich und seinen Einwohnern deshalb auch solche Großveranstaltungen nicht zumuten.

 

Manfred Alberti

manfredalberti@hotmail.com www.manfredalberti.de

 

 

 

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