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Kirche im Aufbruch praktisch

250 Beispiele guter Praxis von der Plattform „geistreich“
Kirche im Aufbruch, 6

 

Im Auftrag des Kirchenamtes des EKD herausgegeben von Hanna Dallmeier, Heike Obermark, Christoph Römhild und Sebastian Scharfe

Was ist zu tun, wenn ein Kirchenkreis ein gemeinsames Tauffest organisieren will? Wo finde ich zündende Ideen für unser Ferienprogramm? Die Praxis-Plattform der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) »geistreich« dient Ehren- und Hauptamtlichen dazu, Erfahrungswissen auszutauschen. Ziel ist es, die Schätze kirchlicher Arbeit zu heben und eine Möglichkeit zur Vernetzung für die kirchliche Praxis zu bieten.

Das mit zahlreichen Duplexabbildungen versehene Buch bietet eine Auswahl aus den mehr als 1000 Beispielen guter Praxis.

 
 
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Fe­ri­en­pro­gramm

 

Kurz­be­schrei­bung

In den Som­mer- und Herbst­fe­ri­en bie­tet ei­ne Kir­chen­ge­mein­de je­den Don­ners­tag ei­ne Ganz- oder Halb­tags­fahrt an. Zie­le sind kul­tu­rel­le oder tou­ris­ti­sche High­lights. Zu An­fang je­der Tour gibt es am Bus ei­ne An­dacht.

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 10. November 2011, 10:12 Uhr
aktualisiert am: 10. November 2011, 10:32 Uhr
Gemeinden/Institutionen
Ev. Gemeinde Wuppertal-Sonnborn in Wuppertal
Informationen
Vorbereitung: Ca. 3 - 4 Monate
Durchführung: Vom Fahrtziel abhängig
 
 
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eine Stimme      
 

Situation / Kontext

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Ziele

Hauptzielgruppe sind erfahrungsgemäß (Jung-) Senioren, denen ein niederschwelliger (neuer) Kontakt zu ihrer Kirchengemeinde ermöglicht werden soll.

Ebenfalls ist während der Touren der Pfarrer für viele Teilnehmer gerne wahrgenommener Ansprechpartner.

Durch etliche katholische Teilnehmer werden die ökumenischen Beziehungen gestärk, wie auch viele Kontakte über Gemeindegrenzen hinweg entstehen.

Die Teilnehmer unterschiedlichster Gemeindegruppen und Bezirke bekommen so untereinander Kontakte.

Reflexion / Hintergrund

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Umsetzung

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Organisation von Vorbereitung und Durchführung übernimmt der Pfarrer.

Im Frühjahr werden die Ziele für die sieben Sommerfahrten zusammengestellt, manchmal mit Ideen der Teilnehmer. (Genehmigung als Freizeit durch das Presbyterium)

Vier Ganztagesfahrten und drei Halbtagesfahrten, im Herbst eine Ganztagesfahrt und eine Halbtagesfahrt.

Jeweils am Donnerstag. (Durch die 50prozentigen Ermäßigungen für Senioren bei Rheinfahrten am Freitag finden solche Fahrten dann ausnahmsweise am Freitag statt.)

Es wird darauf geachtet, dass sowohl ganz leichte Halbtagesfahrten für Ältere und Gehbehinderte (Rundfahrt durch das Bergische Land) angeboten werden wie auch Fahrten mit Abenteuercharakter (Tagesfahrten von Wuppertal nach Paris, London oder Helgoland).

Als sehr erfolgreich erwiesen sich manche Ziele, die noch weitgehend unbekannt sind, auch wenn sich die Teilnehmer vorher wenig darunter vorstellen können: Als Beispiele seien nur genannt: Das Mäusefallenmuseum in Neroth (bei Daun in der Eifel) oder das Tüöttenmuseum in Mettingen (Nähe Osnabrück). Ein Highlight war auch die Fahrten mit dem Bus über die Nordschleife des Nürburgringes: Die älteren Teilnehmer erinnerten sich an die Radioreportagen der fünfziger Jahre von den dortigen Rennen (mit den Namen der Kurven: Schwalbenschwanz etc.) und sie hatten etwas zu erzählen, wo die Enkel nur staunten: "Oma fährt über den Nürburgring."
Als äusserst wichtig haben sich präzise Vorfahrten herausgestellt. Der Leiter muss die

Situation am Ort oder den Orten selbst kennen: Von den Busfahrern kann das nicht erwartet werden. Sonst läuft man Gefahr, mit dem falschen Parkplatz oder der falschen Ausstiegstelle unnütze und zeitraubende Wege zu provozieren. Bei Fremdenverkehrsbüros ist die Vorortberatung über gute Führungen und präzise Treffpunkte sehr hilfreich.

Die Preiskalkulation geschieht auf der Grundlage von vierzig zahlenden Teilnehmern. Leiter und Busverantwortlicher sind frei. Die Kosten für Bus, Eintritte, Führungen und Vorfahrt werden auf vierzig aufgeteilt, so dass bei mehr Mitfahrenden ein Plus übrig bleibt.

Durch ein Busunternehmen mit unterschiedlichsten Busgrößen kann auf nahezu jede Teilnehmerzahl so reagiert werden, dass alle mitkommen können und es kein Defizit ergibt. Ca. vierzehn Tage vorher werden die Busgrößen festgelegt und dann eingehende Anmeldungen evtl. nur noch auf die Warteliste genommen.

Die Werbung beschränkt sich heute aufgrund der hohen Anmeldezahlen, die die Grenzen der Kapazität der Fahrten erreicht haben, auf den Gemeindebrief und das Internet. Früher wurde auch die Presse um Unterstützung gebeten.

Die Anmeldungen nimmt eine Presbyterin entgegen (nur Name und Telephonnummer). Eine Anmeldegebühr gibt es nicht, da man auch denen, die sich bei schlechtem Wetter wegen Krankheit kurzfristig abmelden oder nicht erscheinen, trotzdem die Gebühr auf Verlangen zurückgeben würde, um dauernden Streit und Verärgerung innerhalb der Gemeinde zu vermeiden.

Wenn mehrere Busse fahren und so der Leiter nicht immer im Bus ist, bekommen die Fahrer und Busverantwortlichen ein präzises Programm mit Zeiten, Zielorten, Parkplätzen, Ausstiegsstellen, Fahrtstrecken, Telephonnummern der Zielpunkte und Stadtführer etc.

Durchführung

Es handelt sich um ganztägige Fahrten 2011 z.B.

  • Darmstadt mit Jugendstilzentrum und
  • Frankfurt (jeweils mit Führungen),
  • London,
  • Holländische Nordseeküste,
  • ganztägige Rheinschifffahrt mit der "Loreley")

oder Halbtagsausflüge in die nähere Umgebung:

  • Rundfahrt durch das Bergisches Land,
  • Aachen mit Stadtführung,
  • Soest (mit Stadtführung) dann
  • Aufenthalt im Kurpark Bad Sassendorf.

Für jeden Bus wird ein Busverantwortlicher vorher ausgesucht. Er zählt die Teilnehmer im Bus und sammelt zu Anfang die Teilnehmergebühren ein. Wichtigste Aufgabe, an jeder Stelle zu zählen, ob alle Teilnehmer im Bus sind.

Der Pfarrer wechselt die Busse, um in jedem Bus Begrüßung, Andacht und nähere Erläuterungen zu geben - aber auch, um während der Touren als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Am Ende jeder Tour wird die Teilnehmerliste für die nächsten beiden Touren vorgelesen, um evtl. Fehler zu entdecken und spontan Gelegenheit zu geben, sich für die nächsten Touren noch anzumelden.

Die Touren beinhalten fast immer touristische Highlights mit Führungen, aber auch erholsame Elemente.

Es werden prinzipiell keine Verkaufsveranstaltungen einbezogen. Es hat sich sehr bewährt, während der Touren auf gemeinsame (Mittags-)Mahlzeiten zu verzichten. Die Organisation vorbestellter und vorher ausgesuchter Mahlzeiten nimmt in Gaststätten einen enormen zeitlichen Raum ein, der den anderen Programmpunkten fehlt.

Selbstverständlich muss zumindestens am Nachmittag ausführlich Gelegenheit zum Kaffeetrinken gegeben werden.

Bei Restaurants achte ich auf eine schöne Lage oder gute Aussichten, auch wenn diese Restaurants etwas teurer sind.

Es ist nicht gut, auf Wünsche aus der Gruppe heraus das einmal vorgesehene Programm spontan zu verändern: Die Sieger bei Abstimmungen freuen sich, aber die Verlierer vermiesen erfahrungsgemäß allen anderen den ganzen Tag.

Es gibt in unserer Gemeinde morgens zwei Abfahrtsstellen, aber am Abend fahren die Busse eine etwas größere Runde, um günstige wohnortnahe Ausstiegsstellen anzubieten.

Das Sammeln eines Trinkgeldes am Ende der Fahrten für die Fahrer kommt der Stimmung der Fahrten sehr zu gute.

 

Dauer
Ein Tag pro Woche in den Sommer- und den Herbstferien über einen Zeitraum von 9 Wochen

 

Arbeitsaufwand
Ein Tag Vorfahrt zum präzisen Aussuchen ist pro Fahrt einzuplanen. Angesichts des ausgesprochen positiven Echos (auch für das Image der Gemeinde) und der vielen Kontakte auf den Fahrten (untereinander und mit dem Pfarrer) ist der Arbeitsaufwand mehr als gerechtfertigt.

 

Mitarbeitende
Pfarrer, ehrenamtlich Mitarbeitende,

 

Kosten

Der Kostenbeitrag liegt jeweils zwischen 20 und 60 Euro.

 

Link/Homepage
http://www.manfredalberti.de

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

An den sieben Fahrten in den Sommerferien nehmen seit vielen Jahren 500 bis 700 Personen teil, so dass normalerweise zwei bis drei Busse fahren.

Viele Teilnehmer bringen Freunde oder Bekannte mit. Aus dem Gemeinschaftserlebnis heraus ergeben sich Kontakte zu anderen Angeboten der Gemeinde.

Schon im Winter gibt es viele Fragen, wohin die Sommerfahrten gehen werden.

Aufgrund der großen Nachfrage werden seit drei Jahren auch Fahrten in den Herbstferien angeboten.

Die Fahrten mit unterschiedlicher Zeitdauer und unterschiedlichen Themen sprechen eine große Bandbreite innerhalb der Senioren an.

An manchen Fahrten nehmen auch Familien teil, einige Teilnehmer nehmen sich regelmäßig arbeitsfrei.

 

 

 

 

 

 
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